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<META NAME="GENERATOR" CONTENT="SGML-Tools 1.0.9">
<TITLE>German HOWTO: Anwendungssoftware</TITLE>
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<A HREF="German-HOWTO-7.html">Next</A>
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<A HREF="German-HOWTO.html#toc6">Contents</A>
<HR>
<H2><A NAME="s6">6. Anwendungssoftware</A></H2>
<P>Mittlerweile sind viele Programme hinsichtlich der Unterstützung von
landesspezifischen Einstellungen so weit genormt, man einen Großteil
der Konfiguration durch Setzen der Umgebungsvariable <CODE>LANG</CODE> auf den
Wert <CODE>de_DE</CODE> erledigen kann. Dies ist ein Standard, der in einem
der vielen POSIX-Standards festgelegt wird, der aber nicht alle
Bereiche abdeckt. So fehlen z.B. Papiergröße und Zeitzone; allerdings
wären beide bei größeren Ländern schlecht mit einer Variable zu
erfassen, so daß man sie außen vorgelassen hat.
<P>Der richtige Ort für das Setzen von Umgebungsvariablen sind die
Dateien <CODE>/etc/profile</CODE> oder <CODE>~/.bash_profile</CODE>:
<BLOCKQUOTE><CODE>
<PRE>
#LANG=de_AT # in Österreich
#LANG=de_CH # in der deutschsprachigen Schweiz
LANG=de_DE # in Deutschland
export LANG
</PRE>
</CODE></BLOCKQUOTE>
<P>Soweit die Theorie. In der Tat ist es etwas nervig, wenn sich deutsche und
engliche Fehlermeldungen, Datumsangaben, usw. aufgrund von unvollständiger
Internationalisierung mischen:
<P>
<BLOCKQUOTE><CODE>
<PRE>
tar: Kann Archiv 'foo.tgz' nicht öffnen: Permission denied
</PRE>
</CODE></BLOCKQUOTE>
<P>In einem solchen Fall überschreibt man lieber diesen Aspekt der
LANG-Variable:
<P>
<BLOCKQUOTE><CODE>
<PRE>
LC_MESSAGES=C
export LC_MESSAGES
</PRE>
</CODE></BLOCKQUOTE>
<P>Dabei gehe ich davon aus, daß die eigene Linux-Distribution den
POSIX-Standard durch die <EM>Locale</EM>-Dateien bereitstellt. Leider sind noch
nicht alle Linux-Distributionen auf diesem Stand, so daß die obige
Einstellung evtl. zu nervigen Fehlermeldungen führt. Beispiel:
<P>
<BLOCKQUOTE><CODE>
<PRE>
Warning: locale not supported by C library, locale unchanged
</PRE>
</CODE></BLOCKQUOTE>
<P>In einem solchen Fall sollte man sich beim Hersteller des Distribution
beschweren. Oder auf eigene Faust die locale-Dateien installieren,
inkl. Kompilation der libc.
<P>Details zu den <EM>Lokalen</EM> findet man im Linux Locale mini-HOWTO oder in
der man-page zu locale. Der Rest dieses Kapitels behandelt die
"Ausreißer", die die Umgebungsvariable LANG nicht auswerten.
<P>
<P>
<H2><A NAME="ss6.1">6.1 Außer Konkurenz ...</A>
</H2>
<P>
<H3>Zeichensätze ohne Umlaute</H3>
<P>Sowohl für die Textkonsole als auch für X11 existieren Zeichensätze
(engl. `fonts'), die nicht alle Zeichen aus <EM>ISO-latin1</EM>
enthalten. D.h. die fehlenden Zeichen (z.B. Umlaute) werden als
Leerzeichen oder gar nicht auf dem Bildschirm dargestellt. In diesem
Fall hilft natürlich die Konfiguration der Programme nicht weiter,
sondern es muß ein anderer (vollständiger) Zeichensatz gewählt werden.
<P>
<P>
<H3>Eigene Süppchen</H3>
<P>Konfigurationsdateien: <CODE>~/.Xresources</CODE> und <CODE>/etc/X11/Xresources</CODE>
<P>Das X-Window-System wartet mit einer eigenen Konfigurationsmöglichkeit
für Locale auf. Diese muß man aber nur nutzen, wenn man für einzelne
X-Programme die Locale anders setzen will, d.h. wenn man die Einstellungen
in den Umgebungsvariablen überschreiben will.
<P>Anders ausgedrückt: durch Setzen der Locale über die X-Resourcen
verkompliziert man in den meisten Fällen das Setup der eigenen
Linux-Machine (und wer will das schon). Andererseits gibt es natürlich
Fälle, in denen das evtl. notwendig ist (aber wer hat die schon).
<P>Gerüchten zufolge bestimmen folgende Resourcen die Locale von X11:
<P>
<BLOCKQUOTE><CODE>
<PRE>
!*displayLang: de_DE
!*timeFormat: de_DE
!*inputLang: de_DE
!*basicLocale: de_DE
!*numeric: de_DE
</PRE>
</CODE></BLOCKQUOTE>
<P>Achtung: das Kommentarzeichen ist `!', nicht `#'.
<P>
<P>
<H2><A NAME="ss6.2">6.2 Die Ausreißer</A>
</H2>
<P>Solange nicht ausdrücklich erwähnt, betreffen die Einstellungen alle
Versionen eines Programms. Die vorzunehmenden Einstellungen sind durch
Einrückung markiert.
<P>
<H3>readline und Verwandte (z.B. <CODE>bash</CODE>)</H3>
<P>Konfigurationsdatei: <CODE>~/.inputrc</CODE>
Versionen: ab bash 1.14.1
<P>
<BLOCKQUOTE><CODE>
<PRE>
set meta-flag on
set convert-meta off
set output-meta on
</PRE>
</CODE></BLOCKQUOTE>
<P>Kopiert man die Datei außerdem noch nach `/etc/skel/', so erhält sie
jeder neu angelegte Benutzer automatisch. Eine globale
Konfigurationsdatei gibt es leider noch nicht.
<P>Vorsicht: Kommentare und Leerzeilen in dieser Datei können zu
Problemen füren.
<P>
<P>
<H3>telnet</H3>
<P>Konfigurationsdatei: <CODE>~/.telnetrc</CODE>
<P>Erscheinen beim <CODE>telnet</CODE> statt `äöü' die Zeichen `dv|', so muß
man für jede Maschine einen Eintrag der Form:
<P>
<BLOCKQUOTE><CODE>
<PRE>
localhost
set binary true
</PRE>
</CODE></BLOCKQUOTE>
<P>anlegen. Denselben Effekt erreicht man mit der Option "-8". Eine
globale Konfigurationsdatei für <CODE>telnet</CODE> existiert nicht.
<P>
<P>
<H3>ytalk</H3>
<P>Konfigurationsdateien: <CODE>~/.</CODE> und <CODE>/etc/</CODE>
<P>
<P>
<H3>selection</H3>
<P>
<P>Das Programm selection muß neu compiliert werden, damit es Umlaute korrekt
per Cut&Paste transportiert. Die notwendigen Modifikationen (Patch)
stammen von Andries Brouwer und liegen unter der URL
ftp://ftp.win.tue.nl/pub/linux/util
<P>Gegenüber <CODE>gpm</CODE> verbraucht <CODE>selection</CODE> deutlich weniger virtuellen
Speicher, daher ist es auch heute noch von Interesse.
<P>
<P>
<H3>dosemu</H3>
<P>Konfigurationsdateien: <CODE>~/.dosrc</CODE> und <CODE>/etc/dosemu.conf</CODE>
<P>Versionen: ab 0.52pl16
<P>
<BLOCKQUOTE><CODE>
<PRE>
keyboard { layout de-latin1 keybint on rawkeyboard on }
X { updatefreq 8 title `DOS in a BOX' icon_name `xdos' keycode }
</PRE>
</CODE></BLOCKQUOTE>
<P>Hinweis: die Einstellung `keycode' funktioniert nur einwandfrei
mit XFree86, nicht dagegen mit Xterminals o.ä.
<P>
<P>
<H3>emacs</H3>
<P>Versionen: ab 19.22 (GNU)
<P>Hinweis: einige Versionen des emacs haben Probleme mit der
Aktivierung der Umlaute. Ab Version 19.29 sollten damit keinerlei
Schwierigkeiten mehr auftreten.
<P>
<A NAME="emacsrc"></A>
Die Haupt-Konfigurationsdateien für den `emacs' sind:
<P>
<BLOCKQUOTE><CODE>
<PRE>
/usr/lib/emacs/site-lisp/site-start.el (global),
~/.emacs (persönlich),
/usr/lib/emacs/site-lisp/default.el (global),
</PRE>
</CODE></BLOCKQUOTE>
<P>und werden in dieser Reihenfolge abgearbeitet. Insbesondere
überschreiben also die Einstellungen in der `default.el' die
Einstellungen aus ` /.emacs' und `site-start.el'. Diese Einträge
erlauben das Arbeiten mit Umlauten:
<P>
<BLOCKQUOTE><CODE>
<PRE>
(set-input-mode (car (current-input-mode))
(nth 1 (current-input-mode))
0)
(standard-display-european t)
</PRE>
</CODE></BLOCKQUOTE>
<P>Speziellere Informationen findet man in der FAQ zum Thema `emacs und
Umlaute' von Karl Brodowsky, erhältlich unter der URL:
<BLOCKQUOTE>
<A HREF="ftp://ftp.uni-erlangen.de/pub/doc/ISO/deutsch/emacs-umlaute-faq.gz">ftp://ftp.uni-erlangen.de/pub/doc/ISO/deutsch/emacs-umlaute-faq.gz</A></BLOCKQUOTE>
<P>
<H3>less</H3>
<P>Konfigurationsdateien: <CODE>~/.bash_profile</CODE> und <CODE>/etc/profile</CODE>
Versionen: nur ältere Versionen sind betroffen
<P>
<BLOCKQUOTE><CODE>
<PRE>
export LESSCHARSET=latin1
</PRE>
</CODE></BLOCKQUOTE>
<P>
<P>
<H3>pine</H3>
<P>Konfigurationsdateien: <CODE>~/.pinerc</CODE> und <CODE>/etc/pine.conf</CODE>
<P>
<BLOCKQUOTE><CODE>
<PRE>
# character-set should reflect the capabilities of the display
# you have. Normal default is US-ASCII. Typical alternatives
# include ISO-8859-x, where x is a number between 1 and 9.
character-set=ISO-8859-1
</PRE>
</CODE></BLOCKQUOTE>
<P>
<P>
<H3>joe</H3>
<P>Konfigurationsdateien: <CODE>~/.joerc</CODE> und <CODE>/etc/joe/joerc</CODE>
<P>
<BLOCKQUOTE><CODE>
<PRE>
-asis
</PRE>
</CODE></BLOCKQUOTE>
<P>Achtung, das Minus muß in der 1. Spalte stehen.
<P>
<P>
<H3>elm</H3>
<P>Konfigurationsdatei: <CODE>~/.elm/elmrc</CODE>
<P>
<BLOCKQUOTE><CODE>
<PRE>
charset = iso-8859-1
displaycharset = iso-8859-1
textencoding = 8bit
</PRE>
</CODE></BLOCKQUOTE>
<P>
<P>
<H3>nn</H3>
<P>Konfigurationsdatei: <CODE>~/.nn/init</CODE>
<P>
<BLOCKQUOTE><CODE>
<PRE>
set data-bits 8
</PRE>
</CODE></BLOCKQUOTE>
<P>Eine globale Konfigurationsdatei existiert nicht.
<P>
<P>
<H3>lynx</H3>
<P>Konfigurationsdateien: <CODE>~/.lynxrc</CODE> und <CODE>/etc/lynx.cfg</CODE>
Versionen: ab 2.4
<P>
<BLOCKQUOTE><CODE>
<PRE>
CHARACTER_SET:ISO Latin 1
</PRE>
</CODE></BLOCKQUOTE>
<P>
<P>
<H3>gslp</H3>
<P>Kann von Hause aus keine Umlaute. Es ist ein patch erforderlich, dessen
Beschreibung die Zielsetzung dieses HOWTO sprengt.
<P>
<H3>xfig</H3>
<P>Kommandozeilenoption:
<P>
<BLOCKQUOTE><CODE>
<PRE>
-metric
</PRE>
</CODE></BLOCKQUOTE>
<P>
<P>
<H2><A NAME="ss6.3">6.3 Weiterführende Tips</A>
</H2>
<P>
<P>
<H3>emacs</H3>
<P>Der emacs kann in seinen Fähigkeiten durch Lisp-Module erheblich
erweitert werden. Er ist dadurch das Schweizer Taschenmesser unter den
Texteditoren. "Nur Kaffeekochen kann er nicht".
<P>Die Lisp-Module tragen die Dateiendung <CODE>.el</CODE> oder <CODE>.elc</CODE>;
letztere ist die compilierte Form einer <CODE>.el</CODE>-Datei. <CODE>emacs</CODE>
sucht z.B. im Verzeichnis <CODE>/usr/lib/emacs/site-lisp</CODE> nach
solchen Modulen.
<P>Die Laden der Module kann im emacs per Hand mit dem Kommando
<P>
<BLOCKQUOTE><CODE>
<PRE>
<Alt x> load-library <return> pc-mode <return>
</PRE>
</CODE></BLOCKQUOTE>
<P>vorgenommen werden. Alternativ kann man durch die Anweisung
<P>
<BLOCKQUOTE><CODE>
<PRE>
(load "pc-mode")
</PRE>
</CODE></BLOCKQUOTE>
<P>in einer der Konfigurationsdateien das Modul dauerhaft laden. Nachfolgend
die Beschreibung einiger nützlicher Module:
<P>
<DL>
<DT><B>pc-mode</B><DD><P>Konfiguriert die Tastaturbelegung so, wie PC-Benutzer es gewohnt sind.
Keine Landesspezifischen Abhängigkeiten, aber oft gefragt. In der
Konfigurationsdatei eintragen:
<P>
<BLOCKQUOTE><CODE>
<PRE>
;;; pc-mode.el --- emulate certain key bindings used on PCs.
(load "pc-mode")
(pc-bindings-mode)
</PRE>
</CODE></BLOCKQUOTE>
<P>
<DT><B>pc-select</B><DD><P>Stellt Cut&Paste wie unter MacOS oder Win ein.
<P>
<BLOCKQUOTE><CODE>
<PRE>
;;; pc-select.el --- emulate cut&paste like on PC or Mac
(load "pc-select")
(pc-selection-mode)
</PRE>
</CODE></BLOCKQUOTE>
<P>
<DT><B>iso-tex und iso-cvt</B><DD><P>Zeigen die Umlaute unverändert an, speichern sie aber in dem TeX-Format
ab.
<P>
<DT><B>konvers</B><DD><P>Wie `iso-tex', kann aber nicht nur in beide Richtungen konvertieren,
sondern beherrscht auch noch andere Formate wie etwa <EM>MIME</EM>.
<P>
<DT><B>iso-acc (iso-accent-mode) und alt-symbol</B><DD><P>Erlauben die Eingabe von Umlauten und Akzenten durch vorangestellte
Zeichen, d.h. ~a wird schon während der Eingabe der Zeichen zu einem a
mit der Schlange darüber (und auch als solches abgespeichert).
<P>
<DT><B>AUCTeX</B><DD><P>AUCTeX ist eine leistungsfähige Umgebung zum Verfassen von TeX- und
LaTeX-Dokumenten. Die automatische Erkennung von landesspezifischen
Besonderheiten wird mit dem Eintrag
<BLOCKQUOTE><CODE>
<PRE>
(setq TeX-parse-self t)
</PRE>
</CODE></BLOCKQUOTE>
in einer der Konfigurationsdateien aktiviert. `\usepackage{german}'
wird daraufhin von AUCTeX als Indikator verwendet.
<P>
</DL>
<P>Die erwähnten Pakete sind erhältlich unter der URL:
<DL>
<DT><B>AUC TeX</B><DD><P>
<A HREF="ftp://sunsite.auc.dk/packages/auctex/auctex.tar.gz">ftp://sunsite.auc.dk/packages/auctex/auctex.tar.gz</A><DT><B>alt-symbol.el</B><DD><P>
<A HREF="ftp://ftp.vlsivie.tuwien.ac.at/pub/8bit">ftp://ftp.vlsivie.tuwien.ac.at/pub/8bit</A><DT><B>iso-tex.el</B><DD><P>
<A HREF="ftp://ftp.dante.de/pub/tex/support/iso-tex">ftp://ftp.dante.de/pub/tex/support/iso-tex</A><DT><B>konvers.el</B><DD><P>
<A HREF="ftp://ftp.uni-erlangen.de/pub/doc/ISO/charsets/konvers-862.tar.gz">ftp://ftp.uni-erlangen.de/pub/doc/ISO/charsets/konvers-862.tar.gz</A></DL>
<P>
<H3>TeX/LaTeX</H3>
<P>TeX ist ein professionelles Satzsystem. LaTeX ist eine Sammlung von
Macros zum effektiven Einsatz von TeX.
<P>
<H3>Verarbeitung von Umlauten</H3>
<P>
<H3>LaTeX 2e und höher</H3>
<P>Das Paket zur Verwendung des latin1-Zeichensatzes ist mittlerweile
fester Bestandteil von LaTeX. Es wird aktiviert mit der Anweisung
<P>
<BLOCKQUOTE><CODE>
<PRE>
\usepackage[latin1]{inputenc}
</PRE>
</CODE></BLOCKQUOTE>
<P>im Kopfteil des Dokuments.
<P>
<H3>plain-TeX, LaTeX2.09</H3>
<P>Für diese Formate gibt es entweder keine Pakete oder nur veraltete
Style-Dateien. Daher kann man Dokumente, die solche veralteten Pakete
enthalten, i.a. nicht an andere versenden. Eine Verwendung der alten
Makros wie <CODE>iso.sty</CODE>, <CODE>xlatin1.sty</CODE> und <CODE>umlaute.sty</CODE> (für den
Atari) wird daher nicht empfohlen.
<P>
<H3>Layout</H3>
<P>Folgendes Beispiel kann als simples Grundgerüst für deutsche Texte
(hier: Artikel) verwendet werden:
<P>
<BLOCKQUOTE><CODE>
<PRE>
\documentclass[a4paper]{article}
% Die Option "a4paper" stellt als Papiergröße
% DinA4 ein. Alle anderen LaTeX-Pakete verlassen sich auf
% diese Einstellung.
\usepackage{german}
% stellt Abkürzungen für typische deutsche Besonderheiten
% bereit. Die Dokumentation befindet sich auf den
% CTAN-Serven unter /pub/tex/language/german/germdoc.tex
%\usepackage[T1]{fontenc}
% % Erlaubt die Trennung von Wörtern mit Umlauten
\usepackage[latin1]{inputenc}
% gibt den Zeichensatz des Dokuments an und macht somit die
% Eingabe von latin1-Zeichen möglich.
\usepackage{a4}
% stellt den bedruckten Bereich einer Seite, den sogenannten
% <em/Satzspiegel/, ein. Er wird so berechnet, daß
% durchschnittlich circa 60 bis 70 Buchstaben in einer Zeile
% vorkommen, da man sonst beim Lesen die Zeilen verliert.
%\usepackage[german]{babel}
% Aktiviert die Unterstutzung mehrerer Sprachen gleichzeitig.
\begin{document}
...
\end{document}
</PRE>
</CODE></BLOCKQUOTE>
<P>Weitere Informationen findet man unter der URL
<A HREF="http://www.dante.de/dante/dante-faq.html">http://www.dante.de/dante/dante-faq.html</A><P>Eine bessere Alternative zur Satzspiegeleinstellung bietet das Paket
"typearea.sty". Dieses Paket findet man bei den
Koma-Script-Klassen von Markus Kohm unter
<A HREF="ftp://ftp.dante.de/pub/tex/macros/latex/contrib/supported/koma-script/">ftp://[CTAN]/pub/tex/macros/latex/contrib/supported/koma-script/</A>,
die das "typearea.sty"-Paket intern verwenden. Es ist aber auch
zusammen mit den Standardklassen (z.B. article) verwendbar.
<P>Die Koma-Script-Klassen beachten auch andere deutsche Typographieregeln und
sind daher sehr empfehlenswert. Dokumentation zu den Koma-Script-Klassen
und dem "typearea.sty"-Paket befinden sich unter
<A HREF="ftp://ftp.dante.de/pub/tex/macros/latex/contrib/supported/koma-script/scrg uide.ps">ftp://[CTAN]/pub/tex/macros/latex/contrib/supported/koma-script/scrguide. ps</A>.
<P>
<DL>
<DT><B>CTAN</B><DD><P>Comprehensive TeX Archive Network, bestehend aus (bald wieder)
drei Rechnern in Amerika, Großbritannien und Deutschland. Der
amerikanische und der deutsche Rechner sind von DANTE e.V (
Deutschsprachige Anwendervereinigung TeX) angeschafft und
finanziert worden. Der deutsche Rechner hat den Namen <CODE>ftp.dante.de</CODE>.)
</DL>
<P>
<H3>Deutsche Wortrennung</H3>
<P>Alle modernen TeX-Distributionen bieten die Möglichkeit, in der
zugehörigen Konfigurationsdatei das Kommentarzeichen % vor der Zeile
<P>
<BLOCKQUOTE><CODE>
<PRE>
german ghyph31.tex
</PRE>
</CODE></BLOCKQUOTE>
<P>zu entfernen. Es werden dann Formate mit den deutschen Trennregeln
erzeugt.
<P>Mit der Rechtschreibreform ab 1. August 1998 werden andere Trennregeln
gültig. Vermutlich werden dann rechtzeitig neue Trenntabellen zur
Verfügung stehen.
<P>
<P>
<H3>Rechtschreibprüfung mit deutschem Wörterbuch</H3>
<P>Zur Prüfung von Rechtschreibfehlern steht unter Linux das Programm
<CODE>ispell</CODE> zur Verfügung. Die meisten Distributionen bieten dieses
zur Installation an, die zugehörige deutsche Wortliste liegt seltener
bei.
<P>
<H3>Die Wortlisten</H3>
<P>
<P>Einen recht brauchbaren Grundstock für eine eigene Wortliste enthält
das Paket "hk-deutsch2" von H. Knutzen. Es umfaßt 22 Dateien, die
individuell zu einer eigenen Wortliste zusammengefaßt werden
können. Die dazu notwendigen Schritte werden in dem beiliegendem
README genau erklärt.
<P>
<P>Durch die individuelle Zusammenstellung werden die Wortlisten kleiner
und somit die Rechtschreibprüfung beschleunigt.
<P>Es soll aber nicht verschwiegen werden, daß man diesen Listen in der
Regel noch eine "eigene" Wörter hinzufügen muß (dies ist mit
<CODE>ispell</CODE> automatisch möglich).
<P>Das Paket ist erhältlich unter der URL:
<BLOCKQUOTE>
<A HREF="ftp://ftp.informatik.uni-kiel.de/pub/kiel/dicts/hk2-deutsch.tar.gz">ftp://ftp.informatik.uni-kiel.de/pub/kiel/dicts/hk2-deutsch.tar.gz</A></BLOCKQUOTE>
<P>
<P>
<H3>Das Rechtschreibprogramm <CODE>ispell</CODE></H3>
<P>Da <CODE>ispell</CODE> nicht jedes Textformat automatisch erkennt,
muß man die Optionen <CODE>-T latin1</CODE> und <CODE>-w "äöüÄÖÜß"</CODE>
verwenden. Kommen weitere nicht-ascii Zeichen im Text vor, so sollte
man diese ebenfalls mit der '-w'-Option zulassen.
<P>Ein anderes als das englische Wörterbuch wird mit der Option '-d'
ausgewählt, also z.B.
<P>
<P>
<BLOCKQUOTE><CODE>
<PRE>
ispell -d german -T latin1 -w "äöüÄÖÜß" German-HOWTO.txt
</PRE>
</CODE></BLOCKQUOTE>
<P>für das Deutsche Wörterbuch in der Datei
<CODE>/usr/dict/german.hash</CODE> (Binärformat).
<P>Ruft man <CODE>ispell</CODE> aus dem Editor <CODE>emacs</CODE> heraus auf, so kann man
obige Parameter automatisch übergeben, indem man folgenden Eintrag in
einer der Konfigurationsdateien des emacs vornimmt:
<P>
<P>
<BLOCKQUOTE><CODE>
<PRE>
(setq ispell-extra-args '("-Tlatin1"
"-d" "/usr/lib/german"
"-w" "äöüÄÖÜß"))
</PRE>
</CODE></BLOCKQUOTE>
<P>
<P>
<HR>
<A HREF="German-HOWTO-7.html">Next</A>
<A HREF="German-HOWTO-5.html">Previous</A>
<A HREF="German-HOWTO.html#toc6">Contents</A>
</BODY>
</HTML>